Nach Erasmus ist vor Erasmus

Die Gebhard-Müller-Schule initiiert europäische Schulpartnerschaften, die auf zwei Jahre angelegt sind und  den Fokus auf die Berufliche Bildung legen. Es handelt sich hierbei um Projekte, die im Rahmen des Erasmus-Programms von der EU gefördert werden.

Bereits vor Einführung des Programms „Erasmus +“ konnte die Gebhard-Müller-Schule mit dem Programm „Leonardo d Vinci“ sowie durch langjährige „Comenius“-Partnerschaften positive nachhaltige Erfahrungen machen, auf denen „Erasmus +“ gut aufbauen konnte.

Ziel von „Erasmus +“ist es, Schulen europaweit zu vernetzen. Durch die Begegnungen und das Arbeiten an gemeinsamen Zielen wird an den verschiedenen europäischer Schulen das Bewusstsein für die jeweils andere Kulturen erschlossen und alltagspraktisch und berufsorientiert eingeübt. Globalisierung – als Schlagwort aller Orten sowie als Unterrichtsinhalt in allen Schulen Europas – wird so nicht theoretisch gelehrt, sondern praktisch erfahren.

Ein leistungsstarkes Team stellt sicher, dass  die Ideen für Anschlussprojekte bislang nicht ausgegangen sind.

Vollzeitschule

Europa – „Ein Unternehmen wächst zusammen“

Zeitraum 1.9. 2015 – 30.8. 2017

Schwerpunktthema: Unternehmerisches Arbeiten

In das Schuljahr 2015/16 fiel der Startschuss für ein von der Europäischen Union im Rahmen des Programms „Erasmus Plus – Schulpartnerschaften“ gefördertes Projekt an der kaufmännischen Schule in Biberach. Nach fast 2-jährigem engagierten Arbeiten konnten die Schülerinnen und Schüler der fünf beteiligten Länder ihr Projekt – mit dem Ziel der Gründung eines europäischen Unternehmens – in diesem Jahr erfolgreich abschließen. Die Schüler der Gebhard-Müller-Schule arbeiteten mit vier weiteren europäischen Schulen (aus Niederlande, Estland, Bulgarien, Tschechien) zusammen. Das Unternehmen erhielt den Namen „Tbend“. Neben der Ausrichtung der Firma und der Namensgebung waren Personalausschreibung und -auswahl ebenso Gegenstand des unternehmerischen Handelns wie Produktauswahl und -erstellung, das Marketing und schließlich der Verkauf. Das eigens erstellte internationale Kochbuch mit dem Titel „Nimm einen Bissen von Europa“ wurde über geeignete Werbemaßnahme beworben und erfolgreich vermarktet.

In internationalen Arbeitsteams lernten sich junge Europäer – und ihre jeweiligen Kulturen – kennen und schätzen. Freundschaften entstanden, die Sprachkompetenzen wurden aktiviert und erweitert. Und auch für die Persönlichkeitsbildung der Teilnehmer waren die internationalen Treffen ein einzigartiger Gewinn. Wertebildung und -reflexion wurde im Programm eigens Zeit eingeräumt. Mit dieser konkreten interkulturellen Erfahrung war es für die Jugendlichen ein Leichtes, ein Leitbild für ihr abzuleiten. Diese Werte konnten mit Blick auf den Umgang mit dem Personal anschaulich konkretisiert werden: Die Jugendlichen nannten hier Toleranz gegenüber anderen als ebenso zentral wie gerechte Bezahlung oder soziale Absicherung. Diesen Werten müsse sich ihre Unternehmung verpflichten. Ebenso erarbeiteten sie, dass Wertschätzung gegenüber dem Kunden bedeute, diesen als „König“ gewissermaßen zu „umwerben“, oder hinsichtlich Produktion und Vertrieb, dass auf ein Höchstmaß an Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit Wert zu legen sei.

Die Schüler aller fünf europäischen Schulen schauten vor einem gemeinsamen Ziel über nationale Grenzen hinaus und schafften, bezogen auf ihr gemeinsames Produkt, einen gemeinsamen Markt. Diesen über das Projekt hinaus, auch im Bereich der Arbeitssuche, im Auge zu behalten, ist ein pädagogisches und nachhaltiges Ziel des Projektes.

Vor dieser positiven Erfahrung hat das Erasmus-Team (Bild) bereits ein neues Projekt iniitiert. Es wird sich um die Frage drehen, was eine „Schule der Zukunft“ ausmacht. Man darf gespannt sein.

Mehr

Link: http://www.tbend.eu

 

Projekte in den Jahren zuvor

SOMOS   AGUA

Zeitraum September 2012 – August 2014
Beteiligte Schulen: Spanien, Portugal, Frankreich, Gebhard-Müller-Schule
Schwerpunkt: Umweltproblematik, „ohne Wasser keine Leben“

In diesem Projekt machten die Teilnehmer je eine Bestandsaufnahme ihrer Region, die dann miteinander verglichen wurde.

Inhalte waren dabei:

– Bedeutung des Wortes „Wasser“ in der jeweiligen Sprache (in Redewendungen, Liedern und der Landesliteratur)
– Wasser: Bedrohung und Herausforderung
– Trink- und Abwasser
– Wasserverunreinigung durch Industrie und Landwirtschaft
– Wasser als Energiequelle
– Wellnesf für den Menschen

 

ICT AS TOOLS OF INTEGRATION IN A NEW EUROPEAN SCHOOL

Zeitraum:  September 2009 – August 2011
Beteiligte Schulen: Spanien, Italien, Türkei, Gebhard-Müller-Schule
Schwerpunkt: Aufbau eines europäischen Klassenzimmers mit Hilfe der neuen technischen Kommunikationsmittel

Berufsschule

Kaufmännische Berufsschüler nehmen an Erasmus + teil

Seit einigen Jahren bietet die Europäische auch Auszubildenden die Möglichkeit, im Rahmen des Förderprogramms „Erasmus+“ ein mehrwöchiges Auslandspraktikum in Kombination mit einem Sprachkurs zu absolvieren. Eine erste Gruppe mit kaufmännischen Berufsschülern der Gebhard-Müller-Schule Biberach war im walisischen Llangollen.

Aufgrund guter Erfahrungen bei der Mitwirkung vieler EU-Projekte bewarb sich die Gebhard-Müller-Schule für die Teilnahme an Erasmus+ und bekam eine Zusage. Dadurch erhalten über die kommenden zwei Jahre hinweg 40 Auszubildende regionaler Unternehmen die Möglichkeit, ein vierwöchiges Praktikum mit Sprachkurs in Llangollen im nördlichen Wales zu absolvieren.

Organisiert werden die Aufenthalte von Lehrern der Gebhard-Müller-Schule in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation Ectarc in Llangollen. Dazu stellt die EU Schulen und anderen berufsbildenden Organisationen ein Budget zur Verfügung, mit dem diese dann eigenständig den Auslandsaufenthalt der Auszubildenden auf die Beine stellen können. Im Gegenzug erwartet die EU die Bearbeitung von Projekten mit EU-relevanten Themenstellungen.

Das Programm bietet für Berufsschulen und -schüler die Möglichkeit, mit Partnern aus Europa zusammen zu arbeiten, die Attraktivität beruflicher Ausbildung bei jungen Menschen zu erhöhen, indem es diese finanziell und inhaltlich dabei unterstützt, neue persönliche Fähigkeiten und Qualifikationen sowie berufliches und kulturelles Wissen zu erwerben.

Darüber hinaus steht die Auseinandersetzung mit dem vorgegebenen EU-Projekt „Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutscher und britischer Lebensstile“ auf dem Programm. Um noch mehr in die ungewohnte Kultur eintauchen zu können, sind die Auszubildenden während Ihres Aufenthalts in englischen Familien untergebracht.

Personen

Projektleiterin: Constanze Hoch

Stellvertetende Projektleiterin: Maria Stolz-Hasslacher

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