„Mehr Sein als Schein.“ SÜDPACKs Johannes Remmele an der Gebhard-Müller-Schule
Ein Unternehmer spricht über Haltung und Mut
Wie wird man erfolgreich? Was brauchen Unternehmer und was kann man von ihnen erwarten? Mit diesen Fragen war Johannes Remmele bei einer Vortragsveranstaltung an der Gebhard-Müller-Schule (GMS).
Begrüßt wurde der Unternehmer von Hans Lenkawa, dem Vorsitzenden des „Vereins der Ehemaligen und Freunde der Gebhard-Müller-Schule.“ Der 2005 gegründete Förderverein unterstützt die GMS materiell und ideell. Hierzu gehört die praxisorientierte Unternehmensführung der schuleigenen „Juniorfirma GMS Power GmbH“, die Weiterleitung von Spendengeldern im Rahmen des Indienprojekts sowie die Unterstützung von Familien in finanziell schwierigen Situationen. Auch Vortragsveranstaltungen wie diese werden so ermöglicht.
Anschließend gehörte die Bühne Johannes Remmele. Über 20 Jahre lang war er Geschäftsführer des Unternehmens SÜDPACK mit Hauptsitz in Ochsenhausen. Heute ist er Gesellschafter und Mitglied des Beirats des Unternehmens. Darüber hinaus engagiert er sich als Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Ulm sowie in verschiedenen Aufsichtsratspositionen in Unternehmen unserer Region. Mit rund 1.800 Mitarbeitenden und 7 Produktionsstandorten bringt Remmele einen reichen Erfahrungsschatz mit, aus dem die Schülerinnen und Schüler unmittelbar wertvolle Einblicke gewinnen konnten.
Neben Fragen und Perspektiven aus unternehmerischer Sicht, sprach Remmele jedoch weniger über Zahlen als über Haltung. „Mehr Sein als Schein“, so der Unternehmer, mache Schwaben und erfolgreiche Menschen aus. Der appellative und persönliche Ton fand sich auch in einer Anekdote wieder: Als Jugendlicher habe sich Remmele Bilder seiner Traumautos aufgehängt, die ihm immer wieder vor Augen führten, dass er dafür „schaffen müsse“. Den Schülerinnen und Schülern riet er weiterhin, genau dort hinzusehen, wo ihnen wirklich etwas Spaß mache; hier offenbaren sich die eigenen Stärken. Derartige Stärken lassen sich auch in horizonterweiternden Maßnahmen finden: „Ihr müsst reisen, weit reisen und mehr sehen, mehr sein!“ Die Erweiterung des Horizonts sei maßgeblich verantwortlich für Innovation und Mut, um so einer Kultur des Stillstandes entgegenzutreten, appellierte Remmele final.
Damit bot die Vortragsveranstaltung nicht nur einen Einblick in ein globales Unternehmen, sondern offenbarte auch einen persönlichen und existentiellen Appell an eine neue Generation: Mehr sein als scheinen.
Foto (GMS): Johannes Remmele vor Publikum.






